© arub 2010     |     Impressum home >> Kuredu Malediven Sonne, weißer Sandstrand, Palmen - Postkartenidylle. Dies wird einem so gut wie auf jeder der etwa 1200 Inseln geboten. Wir haben die Malediven im Januar 2005 besucht und nun  folgt dazu ein kleiner, persönlicher Reisebericht mit Informationen über Hotel, Land und Leute sowie persönlichen Erlebnissen und Eindrücken. Allgemeines: Die Malediven sind ein Inselstaat im Indischen Ozean nahe des Äquators, bestehend aus mehreren Atollen.    Die beste Reisezeit ist von Januar bis April. Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Malediven: Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Max. Temperatur (°C) 29 29 30 31 31 30 31 30 30 30 29 29 Min. Temperatur (°C) 26 26 27 27 27 26 26 26 26 26 26 26 Sonnenstunden (h/d) 8 9 8 7 6 6 6 6 6 5 6 8 Regentage (d) 4 4 7 8 12 10 10 12 12 15 12 12 Wassertemperatur (°C) 27 27 28 29 29 28 28 27 27 28 28 27 Grundsätzlich befindet sich auf jeder Insel  nur ein Hotelkomplex, dadurch sind die Inseln meist nicht überlaufen und der Erholungsfaktor steigt. Die Hauptstadt bzw. Hauptinsel der Malediven ist Malé. Auf der Nachbarinsel Hulule befindet sich der Flughafen Hulule International Airport.  Anreise: Von Wien aus fliegt man mit Austrian Airlines ca. 9,5 Std. direkt nach Malé - Hulule Int. Airport. Da unser Flug mit Austrian Airlines gestrichen wurde, hatte uns das Reisebüro auf einen Flug mit der Fluglinie  "Emirates" umgebucht. Dies war mit einer Zwischenlandung in Dubai, sowie einem 4 stündigen Aufenthalt am Dubai International Airport verbunden. Was bei der Hinreise aufgrund der Vorfreude sehr gut auszuhalten war, wurde bei der Rückreise zu einer Geduldsprobe. Der Flughafen in Dubai hat viel zu bieten. Alles ist sehr sauber, es gibt sehr viele Restaurants (auch für Raucher) und Bars sowie zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten. Vier Stunden Aufenthalt waren daher gerade genug, um das Flughafengebäude zu erkunden. Da das Gelände sehr weitläufig ist, empfiehlt es sich schon kurz nach der Landung den Flugsteig für den Weiterflug zu suchen, damit es zu keinen ungewollten, bösen Überraschungen kommt. Der Weiterflug von Dubai nach Malé dauerte etwa 4,5 Stunden. Nach der Landung am Hulule Int. Airport und Erledigung der Einreiseformalitäten fuhren wir  wenige Minuten mit einem  Bus zu der "Maldiven air taxi station". Wir entschieden uns für einen 40 minütigen Transfer mittels "Airtaxi".   Es wäre auch eine Weiterreise mit einem Schnellboot möglich gewesen, jedoch hätte der Transfer mehr als 4 Stunden gedauert und der Flug mit dem Wasserflugzeug war auf jeden Fall ein Erlebnis. Die maledivische Leichtigkeit ist kaum zu übertreffen. Das Flughafenpersonal war sehr freundlich und Alles hat reibungslos funktioniert. Die Piloten des "Air taxi´s" plaudern gerne mit den Anreisenden und fliegen ausschließlich barfuß. Als wir auf der Insel Kuredu ankamen, wurden wir für alle Anreisestrapazen entschädigt. Das Wort "traumhaft" beschreibt die ersten Eindrücke die wir hatten nicht mal annähernd. Die Insel hielt, was die zahlreichen Fotos und Postkartenmotive versprochen hatten. Insel: Wir entschieden uns für das "Kuredu Island Resort" im " Lhaviyani Atoll" . Dies hatte mehrere Gründe. Kuredu liegt mit 3,5* für die Malediven in der mittleren Preisklasse. Desweiteren ist Kuredu eine der größeren  Hotelinseln, dies war für uns ein wichtiger Punkt da wir etwas Bewegungsfreiheit haben wollten. Im Nachhinein betrachtet wäre dies für uns aber nicht notwendig gewesen. Trotz der Größe, kann man auch auf Kuredu keine langen Wanderungen unternehmen. In 1,5 Stunden ist die Insel mit langsamen Schritten umrundet. Wir haben sehr darauf geachtet kein Hotel auszuwählen, in dem Langehosen und geschlossene Schuhe zum Abendessen verpflichtend sind.  In sehr vielen 4-5* Hotels ist dies jedoch vorgeschrieben. Auf Kuredu gilt das Motto: "No Shoes No News" Tatsächlich haben in wir bei unserem 12 tägigen Aufenthalt keine Schuhe, Sandalen oder Flip Flops getragen. Die Insel Kuredu hat eine Lagunenseite, hier ist der Strand sehr fein und das Wasser ruhig. Ideal zum Schnorcheln im Korallengarten. Auf der Lagunenseite befinden sich die" Beach Villen" sowie die "Jacuzzi Beach Villen". Auf der anderen Seite der Insel liegen die "Beach Bungalows". Dieser Strandabschnitt ist weniger zum Baden oder Schnorcheln geeignet. Am Strand liegen sehr viele abgestorbene Korallen, das Wasser ist unruhig und die Wellenbrecher sind nicht besonders schön anzuschauen. Da 2005 die Insel sehr natürlich und nicht allzu "durchgestylt" war, hatte jedoch auch der Abschnitt mit den "Beach Bungalows" einen besonderen Charme. Wie der offiziellen Hompage von Kuredu Island Resort www.kuredu.com zu entnehmen ist, wurde im Jahr 2009/2010 einiges um- und dazu gebaut. Wir können daher zum "neuen Kuredu" leider keine Angaben machen. Ein Highlight der Insel ist die ca. 1 km lange Sandbank an der Westspitze. Hier ist auch der beste Platz um die schönen und romantischen Sonnenuntergänge zu beobachten. Da auch die Malediven von Ausläufern des Tsunamis Ende 2004 betroffen waren, war die Sandbank im Januar/Februar 2005 leider nicht vorhanden. Wenige Monate nach unserer Abreise war diese jedoch wieder zu bewundern. Hausriff Auf der Lagunenseite, etwa 50 m vom Strand entfernt befindet sich ein sehr schönes Hausriff sowie der weitläufige Korallengarten. Die Malediven bieten einen unübertroffenen Fischreichtum, die Korallen sind jedoch wie in den meisten Atollen bereits von der Korallenbleiche betroffen und weniger farbenprächtig als wir es uns erwartet hätten. Dennoch ist auch für "nicht-Taucher" ein Schnorchel-Trip zum Hausriff sehr empfehlenswert. Nicht umsonst sind die Malediven eines der beliebtesten Tauchreviere der Welt. Tierwelt Es sind nicht besonders viele Tierarten vertreten. Sehr oft sind uns Kaninchen begegnet, mit denen man auf einer tropischen Insel nicht unbedingt rechnet. An Land leben auch Geckos, Eidechsen, Einsiedlerkrebse und Krabben. In der Dämmerung ziehen manchmal Flughunde ihre Kreise. Diese haben wir jedoch nicht bewusst wahrgenommen. Womit man auf jeder tropischen Insel rechnen sollte sind Kakerlaken. Auch auf den Malediven sind diese (leider) zu finden. Unabhängig von der Sauberkeit der Hotels sind diese Tierchen immer präsent. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein kühler Raum nicht unbedingt eine Wohlfühloase für diese Insekten ist. Vorwiegend mögen sie es warm und feucht. Somit ist man schon mal auf der sicheren Seite, wenn man die Klimaanlage im Zimmer laufen lässt. Auf Kuredu ist der Roomboy sehr genau, die Zimmer werden 2x täglich gereinigt. Dennoch kann es zu der einen oder anderen unerwünschten Begegnung kommen. Ab 17 Uhr sollte man nicht mehr im Sand liegen. Das wird einem auch von den Hotelmitarbeitern empfohlen. Nicht sichtbar, aber vorhanden sind Sandfliegen und Sandflöhe. Da wir uns daran nicht gehalten haben, wurden wir bei unserer Rückreise mit großen und stark juckenden Flecken "belohnt". Hotel: Bei der Ankunft wurden wir von einem deutschsprachigen Mitarbeiter begrüßt. Nach dem Check-In sowie dem obligatorischen und sehr leckeren Begrüßungsgetränk, wurden wir auf unser Zimmer gebracht. Dort wartete bereits das Gepäck auf uns. Wir hatten eine "Koamas Beach Villa" gebucht.  Großartige 60m², die übliche sehr komfortable Ausstattung, ein nur zur Hälfte überdachtes Badezimmer (typisch für die Malediven), mit einer kleinen eigenen Terrasse, bequemen Sonnenliegen und einem kleinen Beistelltisch. Diese Villen liegen auf der Lagunenseite und von der eigenen Terrasse sind es max. 10 Schritte bis zum wunderschönen und Badewannen warmen  Meer. Im Jahr 2005 waren die Zimmer in 3 Kategorien aufgeteilt. Sangu, Koamas, Bonthi. Zimmerkategorien im Detail: Sangu: Water Villas, Jacuzzi Beach Villas Koamas: Beach Villas Bonthi: Beach Bungalows Jede Kategorie hatte auch ein eigenes Restaurant, somit kam es auch zu keinen Staus zu den Essenszeiten. Essen, Bars und Trinkgeld Das Essen war ausgesprochen gut. Alles frisch zubereitet, viele einheimische Gerichte, jeden Tag fangfrischen Fisch aus dem indischen Ozean. Natürlich gab es auch Themenabende, jedoch hauptsächlich Speisen aus Indien, Sri Lanka und auch landestypische Gerichte. Die meisten Lebensmittel werden aus Dubai eingeflogen, da auf den Malediven keine Landwirtschaft betrieben wird. Auf Qualität wird im Kuredu Island Resort sehr geachtet. Neben den Hauptrestaurants Sangu, Koama und Bonthi bietet die Insel auch á la carte Spezialitätenrestaurants. Diese sind allerdings im All-Inclusive-Paket nicht enthalten und daher auch dementsprechend teuer. Wir haben das Restaurant "The Beach" ausprobiert und es war einen Besuch wert. Die Tische waren direkt am Strand aufgestellt, die Kellner sehr freundlich und zuvorkommend. Das Essen war sehr gut und die spezielle Atmosphäre ist einfach unübertrefflich. Generell kann man sagen, dass das Servicepersonal sehr freundlich und aufmerksam war. Im Normalfall hat man für seinen gesamten Aufenthalt immer den selben Tisch und den gleichen Kellner. Wir hatten uns im Vorfeld informiert wie die Trinkgeldgewohnheiten auf den Malediven sind. Am besten gibt man dem Kellner ein Trinkgeld bei der Anreise und wenn man zufrieden war auch noch bei der Abreise. Durchschnittlich werden ca. 10-15 US Dollar pro Woche gegeben. Dies gilt auch für das Reinigungspersonal. Die Kellner an der Bar erwarten kein Trinkgeld, da wir aber rundum zufrieden waren, haben wir auch hier manchen Kellnern zeitweise ein paar Dollar zugesteckt. Sämtliche Bars sind sehr zu empfehlen, die Cocktails waren sehr gut und auch der Kaffee war überraschend genießbar. In den diversen Bars kann man den Abend schön und entspannt ausklingen lassen. Freizeit, Sport und Tauchen Wenn man auf die Malediven reist, muss man sich bewusst sein, dass man hier kein Animationsprogramm  geboten bekommt. Die Gelassenheit der Malediver färbt auf einen ab und man verbringt einen entspannten Urlaub, fern von äußeren Einflüssen die uns im Alltag begleiten. Kuredu bietet neben Schnorchel und Tauchmöglichkeiten auch ein Wassersportcenter, einen Tennisplatz, Volleyball und einen Golfplatz. Das volle Verwöhnprogramm bietet der schöne Spa-Bereich. Es werden auch diverse Ausflüge zu anderen Inseln angeboten sowie Schnorchel-Trips die über die Tauchbasis gebucht werden können. Auf Kuredu befindet sich die Tauchbasis "Pro-Divers", sämtliche Tauchguides waren sehr freundlich und teilweise auch deutschsprachig. Die Ausstattung und Organisation war sehr gut und der indische Ozean spricht für sich. Ein paar wenige Shops findet man ebenfalls auf der Insel. Der Souvenir-Shop hatte es uns besonders angetan. Es gab wunderschöne Holzfiguren, Kerzen und traumhafte Strandtücher sowie Pareos. Hier findet sich immer ein schönes Mitbringsel für die Daheimgebliebenen. Gegen Aufzahlung konnten wir auch das Internet nutzen, um der Familie zuhause Bericht zu erstatten. TIPPS: Währung Wir haben generell mit US Dollar bezahlt. Zoll Das Ausführen von Muscheln, Korallen, Kokosnüssen und anderen Mitbringsel dieser Art ist strengstens verboten. FKK Der Islam ist Staatsreligion, womit sich die Frage nach Nacktbaden von selbst erledigt. Auch oben ohne ist verboten und wird mit sehr hohen Geldstrafen geahndet. Impfungen Für die Malediven sind keine Impfungen vorgeschrieben. Vor der Abreise sollte man sich jedoch beim zuständigen Tropeninstitut informieren. Sprache Die Landessprache ist Dhivehi. Wir konnten und jedoch mit Englisch sehr gut verständigen. Ausflüge zu einheimischen Inseln sind nicht möglich. Touristen dürfen sich nur auf den Hotelinseln aufhalten. Die Hauptinsel Malé kann jedoch von den Touristen ohne weiteres besucht werden. Sonnenschutz Ein hoher Sonnenschutz und entsprechende Kopfbedeckung ist sehr empfehlenswert, da die Malediven sehr nahe am Äquator liegen. Trinkwasser Süßwasser ist ein kostbares Gut. Jedoch hat Kuredu, so wie die meisten anderen Hotelinseln eine Meerwasserentsalzungsanlage. Das Wasser aus der Leitung ist zwar nicht als Durstlöscher geeignet, Zähneputzen kann man damit aber bedenkenlos. Fazit: Für Ruhesuchende und Taucher sind die Malediven eine Reise wert. Unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Ein kleines Paradies mit "Robinson-Crusoe-Feeling" mitten im indischen Ozean. Kommt man einmal, kommt man wieder. Das Maledivenfieber hat uns nie wieder losgelassen und bis jetzt haben wir nichts vergleichbares mehr erlebt. [>Zu den Fotos<]
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